Grundschüler in der Manege

Eine Woche lang machte der Circus Oriental in Saarlouis in der Grund- und Ganztagsgrundschule „Im Vogelsang“ Station. Rund 200 Erst- bis Viertklässler tauschten Schulzimmer gegen Zirkuszelt. Am Ende gab es eine Gala-Vorstellung.

 

Vorsichtig lässt der neunjährige Sebastian Schmitt die weiße Taube auf der kleinen Leiter auf- und abbalancieren. Hannah Tilk ist zwar erst in der dritten Klasse und doch kann sie mit bloßen Händen eine Eisenkette zerreißen. Die beiden gehörten zu den rund 200 Schülerinnen und Schülern der Vogelsangschule Saarlouis, die am vergangenen Wochenende in der Gala-Vorstellung des Circus Oriental glänzten. Als Zauberer, Dompteure oder Artisten begeisterten sie mit einem vierstündigen Programm über 400 Besucher im Zirkuszelt.

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Fünf Tage hatten die Kinder ihre Nummern einstudiert. In dieser Zeit tauschten sie Klassenzimmer gegen Zirkuszelt. Am Ende verwandelten sich die Grundschüler in Artisten, Dompteure, Kraftprotze, Zauberer, Fakire oder Clowns. „Das hat richtig Spaß gemacht“, meinte Luca Bellmann, der als Hunde-Dompteur in der Manege zu sehen war.

Schon seit 30 Jahren gibt es den saarländischen Circus Oriental. Der Zirkusdirektor ist der 62-jährige Germanist und Theologe Reiner Wecker, der besondere Freude an der Arbeit mit Kindern hat. „Kinder sind ehrlich und spontan“, sagte er.

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Die Kinder der Vogelsangschule haben viel Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist bewiesen, damit am Ende eine so tolle Veranstaltung dabei herauskam. Hauptsponsor ist das Landesjugendamt. Die Stadt Saarlouis und der Landkreis unterstützten die Projektarbeit, die als solche beim Ministerium anerkannt ist. Aber ohne ehrenamtliche Helfer wäre die Veranstaltung nicht realisierbar gewesen. So halfen Lehrer, Väter und Mütter beim Zeltaufbau, Getränke- und Speisenverkauf und stifteten Kuchen. Allen hat es viel Spaß gemacht. Beim großen Finale mit allen Zirkuskünstlern gab es anhaltenden Applaus vom begeisterten Publikum.

Autor/in:Sabine Schmitt